15. FASD Fachtagung in Ludwigshafen/ Rhein „Wenn Liebe allein nicht reicht“


Vom 27. bis 28. September 2013 fand in Ludwigshafen am Rhein die diesjährige Fachtagung von FASD Deutschland e.V. statt. Dieses Jahr unter dem Thema: „Wenn Liebe allein nicht reicht“.

Nach den Begrüßungsworten u.a. durch den Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Herrn Alexander Schweitzer, und den Bürgermeister der Stadt Ludwigshafen, Herr Wolfgang van Vliet, stimmte uns die Schulmusikgruppe „Sunshine“ der Georgens-Schule Ludwigshafen fröhlich auf die hochgradig besetzte Fachtagung ein.

Zum Einstieg berichtete Frau Dr. Henrike Härter etwas zu den Grundlagen und der FASD Diagnostik auch aus ihrer täglichen Praxis heraus.

Danach stellte Herr Dr. Reinhold Feldmann diverse Studien vor und berichtete zu der kognitiven, sozialen und emotionalen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen mit FAS.

Frau Mechthild Dyckmans, die Beauftragte der Bundesregierung für Drogenfragen, nahm sich nicht nur die Zeit, Grußworte zu sprechen, sondern stellte auch die grade erschienene Broschüre der Bundesregierung zu sozialrechtlichen Fragen bei FASD vor. Hier zeigte die Nachfrage im Anschluss an die Vorstellung, dass diese Broschüre sehr dringend gebraucht wurde.

In einer moderierten Gesprächsrunde mit Herrn Raimund Schmid, Frau Dr. Heike Hoff-Emden, Frau Gisela Michalowski und dem Rechtsanwalt Herr Dr. Hoffmann von den Teilnehmern, der sich kurzfristig aufgrund einer Verhinderung von Frau Eva-Maria Baumann zur Verfügung stellte, wurden die Fragen besprochen: Welche Hilfen gibt es? Was benötigen Eltern von Kindern mit FAS? Mitunter ist es erstaunlich, wie wenig Aufklärung diesbezüglich betrieben wird durch Ämter und auch, wie wenig manchmal ausreicht, um den Eltern wieder Kraft zu geben.

Danach berichtete Herr Dr. Jochen Gehrmann teilweise sehr interessante Aspekte zu der Frage: ADHS bei FASD, was bringt die Pharmakotherapie. Erstaunlich sei hier der Zusammenhang zu Lebertran erwähnt.

Als sehr positiv wurden auch hier die Möglichkeiten der Fragerunde im Anschluss an die Vorträge gesehen, auch wenn natürlich nicht alle Fragen der sehr großen Teilnehmerzahl geklärt werden konnten.

Herr Prof. Dr. Klaus Sarimski beendete den Tag mit einem Entwicklungs- und Verhaltensprofil, sowie Familienbelastungen und unterstützungsbedarf bei Kindern mit FASD.

Der zweite Tag begann wieder mit Grußworten und einer kurzen Zusammenfassung des Moderators Dr. Winfried Kösters.

Herr Dr. Martin Sobanski berichtete zu dem Thema: FASD – auch eine kinder- und jugendpsychiatrische Herausforderung.

Frau Gila Schindler nahm sich Zeit für das Thema: Recht auf Hilfe – Sozialleistungen und andere Ansprüche von Menschen mit FASD. Hier hätte wahrscheinlich nicht mal die doppelte Zeit gereicht, um allen gerecht zu werden. Die Broschüre der Bundesregierung hilft hoffentlich, einen Teil der Fragen zu klären.

Danach berichteten Frau Dorothee Hantelmann und Frau Gela Becker zu der Überleitung in und Entwicklung von Wohn- und Betreuungsformen für Menschen mit FASD (oder die Quadratur des Kreises). Ein großes Themenfeld, dem sich intensiv gewidmet werden muss.

Frau Jessica Wagner berichtete über die Herausforderungen der FASD-Diagnostik im Erwachsenenalter: spät ist nie zu spät....

Beendet wurden der Tag und die Fachtagung durch parallel stattfindende Workshops.