Zusammenfassung FASD Fachtagung 2011

In diesem Jahr fand am 23./24.09.2011 zum 13. mal das Symposium des Vereins FASD Deutschland e.V. - ehemals FASworld e.V. statt.

Veranstaltungsort war Neumünster.

Für diese Fachtagung hatten sich diesmal ca. 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland angemeldet, dazu zählten außer dem Organisationsteam, Interessierten und Pflegeeltern auch Ärzte und anderes Fachpersonal.
Ein weiterer Ausdruck für die qualitativ, hochwertige Fachtagung ist die Tatsache, dass von der Ärztekammer Schleswig – Holstein die Teilnahme mit 16 Fortbildungspunkte anerkannt wurde.


Die, im Vergleich zu vorherigen Symposien, steigenden Anmeldungszahlen machen deutlich, dass – auch Dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit des Vereins FASD Deutschland e.V.- sich das Bewusstsein für die schädigende Wirkung des Alkohols in der Schwangerschaft für das ungeborene Kind, in der Gesellschaft, und auch in der Fachwelt weiter verbreitet.
Der Verein FASD Deutschland e.V. stellte wie immer, den Teilnehmern eine hervorragende Kinderbetreuung zur Verfügung, die es den Eltern ermöglichte, sich beruhigt, und ungestört auf die Vorträge zu konzentrieren.

Der erste Tag des Symposiums wurde um 9 Uhr mit einem Grußwort von Dr.Rösler, Stellverteter  des Bundesministeriums für Gesundheit, und dem Referenten der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Holzer eröffnet.

Anschließend wurden parallel Workshops mit folgenden Themen angeboten :

FASD : Diagnostik und Grundlagen

Frühe Hilfen bei Kindern mit FASD

Neurofeedback

Schlafstörungen bei Kindern mit FASD

Nach einer einstündigen Mittagspause mit einem gemeinsamen Mittagessen,  folgten weitere Workshops :

1. Hilfe Koffer ( 5-11 J.)

Tipps zum Umgang mit FASD

So wie ich bin, bin ich richtig -  auf dem Weg zur Selbstbestimmung. Ein Spagat zwischen Selbstständigkeit und beschütztem Leben. Junge Menschen erzählen von ihrem Leben in einer Einrichtung.

FASD & Schlaf
Referenten waren: Dr. Härter, Kinderärztin im SPZ Ludwigsburg,Dr. Räder,Dr. Kowalski, Prof. Dr. habil. Paditz, Frau Schmidt und Frau Fietzek, Prof. Dr. Ipsiroglu und Dr. Veer.

Gegen 16 Uhr folgte dann eine offene Gesprächsrunde zum Thema :

Diagnose was dann ?

Bei diesem, von Dr. Köster hervorragend moderiertem Austausch, stellten sich u.a. Frau Schindler Rechtsanwältin, Dr. Holzer , Dr. Härter , und Vertreter für die FASD Deutschland – Familien für Fragen zur Verfügung.

Gegen 17:30 Uhr endete der erste Tag mit einer Abschlußrunde.
In den Pausen, und auch im Anschluss an die Vorträge wurde von dem Angebot des Büchertisches des Vereins FASD Deutschlands, rege Gebrauch gemacht.

Am Abend nutzten viele Teilnehme noch einmal die Möglichkeit, sich mit Betroffenen und Fachleuten, auszutauschen.

Der 2. Tag begann gegen 9 Uhr mit einem Grußwort von Frau Pluhar, Ministerium für Bildung und Kultur, Schleswig – Holstein.

Es folgten weitere Workshops mit den Themen :

FASD und Wachstumshormone

E(e)rwachsen mit FASD ???

FASD aus neurobiologischer Sicht

Wie viele Kinder mit FASD gibt es in Deutschland

Referenten waren diesmal :Prof. Hermanussen, Dr. Hoff- Emden, Herr Nordhues, und Frau Weischenberg.

Nach der gemeinsamen Mittagspause, ging es gegen 14:30 Uhr wieder in die moderierte Podiumsdiskussion  mit dem Thema :

FASD und Berufsausbildung.

Hierbei standen Dr. Hoff – Emden, Frau Landeck, Frau Schindler, Prof. Dr. Spohr, Frau Stroet, Vertreter der Lebenshilfe, und Vertreter des Vereins FASD Deutschland e. v. Für Fragen zur Verfügung.
Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter mit dem Thema :

FASD und Schule

Referenten diesmal :
Dr. Feldmann, Frau Pluhar, Frau Thomsen, Frau Harders, und Vertreter des Vereins FASD Deutschland.
Gegen 18 Uhr endete die Veranstaltung.

Alle Beteiligten waren sich einig, dieses Symposium war eine mehr als gelungene Veranstaltung.